Akupunktur

Akupunktur

Akupunktur beim Pferd

Die Kunst der Akupunktur wird in China seit über 4000 Jahren erfolgreich eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beim Menschen und hat mit Erfolg auch Einzug in die Traditionelle Chinesische Tiermedizin gehalten. 

Die Kombination aus Schulmedizin und fachgerecht durchgeführter Akupunktur ermöglicht es uns in der Pferdeklinik Burg Müggenhausen auch andere therapeutische Wege zum Wohl der Patienten zu gehen. Auf Burg Müggenhausen hat sich Dr. Simone Kaiser in diesem Spezialgebiet fortgebildet und führt die Akupunktur mit dem Laser oder der klassischen Nadel durch.  

Was macht die Akupunktur?

Die Akupunktur dient der Erhaltung und Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichtes im Körper und somit der Förderung der Gesundheit. 

Gesundheit beschreibt in der Traditionellen Chinesischen Medizin einen Zustand indem sich ein Lebewesen sowohl körperlich als auch geistig im Gleichgewicht befindet - sich also gleichzeitig körperlich und geistig wohl fühlt. Dies drückt sich durch glänzendes Fell, ein normales Fressverhalten, Einnehmen  ihrer gewohnten Rolle unter den Artgenossen, schmerzfreies Bewegen,  einem aufmerksamen und wachen Gesichtsausdruck aus – um nur einige Charakteristika zu nennen.  Dieses Gleichgewicht ist erreicht, wenn die Lebensenergie (im Chinesischen genannt Qi) gleichmäßig durch bestimmte Energiebahnen - sogenannte Leitbahnen oder auch Meridiane genannt - fließt. Diese Meridiane verlaufen über den gesamten Körper und stehen miteinander in Verbindung. 

Über die Behandlung von Akupunkturpunkten, die sich größtenteils auf diesen Meridianen befinden, wird das gleichmäßige Fließen der Lebensenergie positiv beeinflusst, der Gleichgewichtszustand wiederhergestellt und die Möglichkeit zur Selbstheilung aktiviert. Akupunktur kann auch diagnostisch eingesetzt werden. Mit Hilfe der Akupunkturdiagnostik ist der Akupunkteur sogar in der Lage, vorzeitig Störungen des Energieflusses bereits vor dem klinischen Ausbruch der Erkrankung zu erkennen und dies kann dann prophylaktisch behandelt werden.  

Durchführung einer Akupunkturbehandlung

Das Ziel einer Akupunktur ist eine TCM Diagnose, die dann zu einer erfolgreichen Therapie führt. Dieser Diagnoseweg setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Zum einen dem Vorbericht, der Beurteilung des Pulses, der Beurteilung der Farbe und Beschaffenheit der Zunge sowie aus dem Abtasten des Körpers und seiner sogenannten Shu-Punkte. Shu-Punkte sind Akupunkturpunkte, die druckempfindlich sind, sobald ein Organ oder ein Meridian gestört sind. Aus den gewonnenen Befunden und den Informationen aus dem Vorbericht kann dann eine Diagnose gestellt und eine Behandlung durch Einstechen von Nadeln oder aber durch die Laserakupunktur durchgeführt werden. 

Auffallend ist, dass die Pferde bei der Behandlung sichtlich gelassener werden, abkauen und als Zeichen der Entspannung häufig sogar anfangen zu gähnen. Je nach Krankheitszustand werden mehrere Akupunkturbehandlungen in passenden Abständen durchgeführt, um Ihrem Pferd bestmöglich zu helfen. 

 

Wir setzten Akupunktur in unserer Klinik unterstützend erfolgreich ein bei:

  • Atemwegsproblematiken z.B. Chronisch Obstruktiver Bronchitis
  • Magen-Darm Problemen z.B. Magengeschwüre
  • Rittigkeitsproblemen z.B. durch Blockaden in der Wirbelsäule
  • Gynäkologischen Probleme- z.B. Dauerrosse, Geburtsprobleme
  • Lahmheiten- z.B. Hufrollensymptomatik
  • Immunschwäche – z.B. immer wiederkehrenden Infektionen
  • Erhaltung der Leistungsbereitschaft und Gesundheit bei Sport- und Freizeitpferden
  • Begleittherapie bei der chiropraktischen Behandlung